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Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über unsere Videos

„Wir hatten Angst, dass sie uns abführen.“ Gelungener Text zu den aufregenden Dreharbeiten des aktuellen Films „09/25/2917 – Tag der Zahngesundheit“ in der Mitteldeutschen Zeitung. Wer die gestrige Ausgabe verpasst haben sollte, kann hier noch mal die Ereignisse nachlesen.
Der Hase im Rausch
Eigentlich ist er Zahnarzt, aber seit Jahren dreht der frühere Turm-Programmchef nebenher absurde Filme mit einem tierischen Helden.
Höchste Gefahr für den Hasen, der gerade am Flughafen von Los Angeles vorbeispaziert. Überall Schilder, „Danger“, Betreten verboten. „Und genau in dem Moment, in dem wir drehen wollten, taucht ein Polizeihubschrauber über uns auf“, erzählt Roger Barz, Club- und Konzertgängern in Halle gut bekannt als früherer Programmchef des Studentenklubs Turm, Chefredakteur des Stadtmagazins „Dust“ und Veranstalter von Lesungen und Konzerten.
Vor Jahren schon hat sich Barz beruflich neu orientiert und die Zahnarztpraxis Zahngesundheit Halle eröffnet. Von der Kultur aber kommt der 50-Jährige immer noch nicht los: Nur dass er nun nicht mehr die Bühne für andere baut. Sondern selbst unter die Kulturschaffenden gegangen ist.
„Am Anfang hatte ich nur die Idee, für die Facebookseite unserer Praxis einen kleinen Film mit einem Halloweengruß zu drehen“, erinnert sich Barz. Das Videoschnipselchen, in dem die Praxiscrew mit Vampirgebissen posierte, war dann so erfolgreich, dass Roger Barz beschloss, noch einen Film zu drehen, diesmal mit Drehbuch, Kostümen und professioneller Unterlegmusik. „Bei einem Hypnosekongress für Zahnärzte hatte ich den Filmprofi Marc C. Schmidt kennengelernt, der mir seitdem beim Schneiden der Filme hilft.“
Barz selbst ist Drehbuchautor, Regisseur, Ausstatter und Darsteller, auch seine Schwestern spielen mit Feuereifer in den Videos mit, die bei Facebook inzwischen bis zu 200 000 Zuschauer erreichen. „Wir haben schon bei 40 Grad auf dem Saalewehr gestanden und einen drei Meter hohen Zahn geputzt“, schmunzelt Roger Barz, dessen Organisationstalent während der Produktionstage immer wieder gefordert ist. Der aufblasbare Zahn etwa wurde in China gefertigt, die DLRG-Rettungshundestaffel spielte beim Dreh mit und ein Drohnenpilot war auch mit von der Partie.
Das alles ist aber nichts gegen den Aufwand, den der Hobbyregisseur für den Kurzfilm betrieb, den sein Team zum diesjährigen Tag der Zahngesundheit drehte. Statt wie sonst in Halle aufzunehmen, nutze Barz seinen Urlaub, um auch in Kalifornien zu drehen. Wie immer mit dem iPhone und wie immer mit dem Hasen, der zum Markenzeichen der Filme geworden ist. „Wir hatten die ganze Zeit Angst, dass sie uns abführen“, sagt Barz. Zwar hatte er bei mehreren Hollywood-Studios angefragt, welche Genehmigungen man für Kostümaufnahmen benötigte. „Aber die meinten, wir sollten einfach machen.“
Beim Dreh in einer Kneipe behauptete Barz deshalb, er habe eine Wette verloren und müsse sich deshalb als Hase filmen lassen. „Und im Flugzeug haben wir nur schnell den Kopf aufgesetzt.“ Die Stewardess war nicht amüsiert.
Dafür war es das Publikum bei einer Vorpremiere im Kino „Zazie“, bei der Roger Barz auch gestand, wo er die tanzenden und feiernden Zahnfeen gefunden hatte, die im Film seine zur Disko verwandelte Praxis bevölkern. „Die haben wir ganz normal gecastet“, sagt Roger Barz im Stil eines echten Studiobosses, „die meisten über Facebook.“

Foto: Klaus Berner