Dr. Ulrike Uhlmann Kindersprechstunde Halle Zahnarzt Roger Barz

Unsere Assistenzzahnärztin gehört zu den Besten

Herzlichen Glückwunsch, Frau Dr. Ulrike Uhlmann!

Das war nun echt eine Überraschung!

Frau Dr. Ulrike Uhlmann, die in der Praxis Zahngesundheit Halle ihre Assistenzzeit absolvierte, wurde mit dem „Nolting Award for Studies in Gender Denitistry“ ausgezeichnet. Der Preis, der speziell an solche Kollegen geht, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, ist mit 2.000 Euro dotiert. Zahnarzt Roger Barz und das Team der Praxis gratuliert stolz! Hier den ganzen Artikel lesen, der heute im Fachmagazin „Zahnärztliche Mitteilungen (zm)“ veröffentlicht wurde.

Artikel-Award-Uhlmann

Groß & Klein

Besonders freut uns, dass die Praxis Zahngesundheit Halle ihr das praktische zahnärztliche Wissen vermitteln konnte, was später auch sicherlich hilfreich beim wissenschaftlichen Forschen wurde.
Frau Dr. Ulrike Uhlmann – damals noch Ulrike Lackner – begann ihre Assistenzzeit in unserer ehemaligen Praxis in der Philipp-Müller-Straße (heute Willy-Brandt-Str.).

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Die ersten Erfahrungen in unserer Kindersprechstunde.

Hier erlernte sie in unserer Kindersprechstunde schwerpunktmäßig die speziellen Anforderungen in der Behandlung von unseren jüngsten Patienten. In der Praxis Zahngesundheit Halle in der Geiststraße wurde sie praktisch in der Behandlung von Erwachsenen ausgebildet. Eine runde Sache!

Lackner-Assistenzzeit-Zahngesundheit-Halle
Damals noch Fräulein Ulrike Lackner, heute Frau Dr. Ulrike Uhlmann.

Mann & Frau

Doch wofür hat Frau Dr. Ulrike Uhlmann ihren Preis nun eigentlich bekommen?
Wie bei allen wissenschaftlichen Arbeiten ist der Titel etwas sperrig und spröde: „Entwicklung eines Bewertungssystems zur Evaluation der Geschlechtssensibilität wissenschaftlicher Publikationen und seine Anwendung bei einer Aufarbeitung der Literatur zu nicht-kariösen Zahnhalsdefekten“ – so das Thema.
Das Besondern daran ist, dass ihre Forschung expliziert berücksichtigt, dass es Männlein und Weiblein gibt. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich.
Nur 40 von 326 zahnmedizinischen Studien auf diesem Gebiet berücksichtigen das Geschlecht bei der wissenschaftlichen Arbeit. Klingt seltsam, ist aber so.

Frau-und-Mann-Zahngesundheit-Halle
Unglaublich, es gibt Mann und Frau!

Gender Dentistry

„Eine evidenzbasierte Zahnheilkunde darf nicht auf geschlechtsloser Forschung aufbauen“, betonte Dr. Tim Nolting, Vizepräsident des Gender Dentistry International e. V., kurz GDI.
Hierbei handelt es sich um eine deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaft. Sie wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, konkret die Weiterentwicklung geschlechtsspezifischer Studien in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde voranzutreiben.

Ulrike Uhlmann im Team Praxis Zahngesundheit Halle
Ulrike Uhlemann (ganz rechts vorn) und das damalige Team der Praxis Zahngesundheit Halle.

Wie sich herausstellte nimmt ein Großteil der Studien zu keilförmigen Defekten keine geschlechstspezifische Betrachtung vor. Obwohl es etliche Faktoren gibt wie Essstörungen, Alkoholismus, Bruxismus, Schwangerschaft mit Abhängigkeit vom Geschlecht. Tendenziell scheinen Männer häufiger und auch mit schwereren Defekten betroffen zu sein, während Frauen häufiger therapiert wurden. Warum eigentlich haben wir das nicht immer schon gewußt?

Zwei Fliegen mit einer Klappe

„Die Jury war begeistert von der systematischen Herangehensweise und dem innovativen Ansatz, mit dem nun endlich für den Bereich der Zahnmedizin und darüber hinaus die dringend notwendige Aufarbeitung der Literatur zur Bestimmung des aktuellen Wissensstands der geschlechtsspezifischen Zahnmedizin erfolgen kann“, sagte die GDI-Präsidentin Dr. Dr. Christiane Gleissner in ihrer Laudatio über die Arbeit von Dr. Ulrike Uhlmann, die ihr ausserdem noch den Doktor-Titel bescherte. Großartig!

Fotos: Hartmut Friedrich & Pixabay