Warum wir den 1. Mai feiern und was sonst noch so passierte

Alle mal runter vom Gerüst! Wir feiern heute den Tag der Arbeit und wünschen Ihnen einen erholsamen 1. Mai.

Aber warum haben wir überhaupt an diesem Tag frei und wem haben wir das alles eigentlich zu verdanken?

Alles nahm seinen Anfang in den USA im 19. Jahrhundert. Damals waren die Arbeitsbedingungen denkbar schlecht. Gearbeitet wurde im Schnitt 10 Stunden pro Tag und das war das absolute Minimum. Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz waren damals keine Themen. Die Löhne sind teilweise so gering gewesen, dass meistens auch der Nachwuchs mitarbeiten musste. Das konnte so nicht weitergehen.

Am 1. Mai 1886 gingen in den Vereinigten Staaten erstmals die Arbeiter auf die Straße, um gegen die Missstände in den Fabriken zu protestieren. Sie streikten. Und ihre Forderungen: Bessere Arbeitsbedingungen, weniger Arbeitsstunden pro Tag und mehr Arbeitslohn.

Den größten Streik gab es in Chicago. Über 90.000 Menschen gingen hier auf die Straße. Am zweiten Tag des Streiks kam es dann zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen den Demonstranten und der Polizei. In den Geschichtsbüchern ist dieses Ereignis als „Haymarket Roit“ bekannt und forderte viele Todesopfer. Ein Sieg wurde aber von den Protestlern nicht errungen. Alles blieb vorerst, wie es war. 

Das führte dann auch zu Demonstrationen in Europa. In 1890 gingen auch in Deutschland die ersten Arbeiter auf die Straße, mit oftmals drastischen Konsequenzen. Wer demonstrierte kam auf eine Liste und sollte fortan bei keiner Firma mehr eine Anstellung finden.

Seit dem Jahre 1946 ist nun der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag in der späteren Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik.

Für Roger Barz, Zahnarzt in Halle an der Saale, war aus ganz anderer Sicht der 1. Mai immer ein ganz besonderer Tag. „Damals machte in meiner Heimatstadt am 1. Mai immer der einzige Eisladen nach der Winterpause in Bad Schmiedeberg auf. Nach der traditionellen Mai-Demo ging es also immer sofort zum Eisschlecken!“, kann der Inhaber der Praxis Zahngesundheit Halle berichten.

Für Gastronomen ist der Abend vor dem 1. Mai ein ganz besonderes Ereignis. Der 30. April gehört zu den umsatzstärksten Tagen im gesamten Jahr für Kneipen, Restaurants und Discotheken. Also feiern bis der Zahnarzt kommt?… Und dann vielleicht Zahnschmerzen am nächsten Morgen? Erfahren Sie hier, wie auch am Feiertag ein Zahnarzt Notdienst in Halle macht.

Was sonst noch so am 1. Mai in der Welt passiert ist:

1994 – Der brasilianische Formel-1-Pilot Ayrton Senna verunglückt tödlich beim „Großen Preis von San Marino“.

1987 – Schwere Ausschreitungen in Berlin-Kreuzberg mit Barrikaden, Plünderungen und Brandstiftungen bilden den Auftakt zu den nun jährlich stattfindenden Ausschreitungen der Linksautonomen Szene in Berlin.

1974 – In der damaligen BRD wird zum ersten mal ein Punktesystem im Fahrerlaubnisrecht eingeführt. Beim Überschreiten des Punktelimits ist eine theoretische Fahrprüfung erforderlich.

Angry police officer with breathalyser and young male driver

 

1967 – Elvis Presley heiratet im Aladdin-Hotel in Las Vegas die Schauspielerin Priscilla Beaulieu.

1941 – Der Film „Citizen Kane“ von Orson Wells hat im New Yorker Palace Theater seine Premiere und wird ein Meilenstein in der Filmgeschichte.

1931 – Das 102-stöckige Empire State Building in New York City wird von US-Präsident Herbert C. Hoover eingeweiht.

1916  – In Deutschland gilt ab nun zum ersten Mal die Sommerzeit.

1844 – In München kommt es wegen einer Bierpreiserhöhung zu schweren Ausschreitungen… „und oans, zwoa, droa – gsuffa!

 

Fotos: Fotolia & Roger Barz