Die Volkskrankheit Nummer Eins!

Worum handelt es sich?

„Was viele nicht wissen, Parodontitis – auch gern bezeichnet als Parodontose – ist eine der am weitesten verbreiteste Erkrankungen unter der Bevölkerung. Man kann sogar von der Volkskrankheit Nummer Eins sprechen.“, schildert Zahnarzt Roger Barz. Somit gehört die Therapie in unserer Prophylaxe-Abteilung mit zum wichtigsten Behandlungsspektrum eines Zahnarztes. Sie führt bei Erwachsenen öfter zu Zahnverlust als die gefürchtete Karies.
Die Gefahren, die sich durch eine Entzündung des Zahnfleisches ergeben, sind in der Bevölkerung bisher nur wenig bekannt. So kann eine unbehandelte Parodontose zu Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, Frühgeburten und Atemwegserkrankungen führen.

Wie entsteht Parodontitis?

Parodontitis ist eine durch Bakterien hervorgerufene entzündliche Veränderung des den Zahn umgebenden Gewebes und besonders des Kieferknochens. Anfangs setzen sich Bakterien an den Zahnoberflächen fest. Werden diese nicht durch das menschliche Immunsystem bekämpft, verursachen sie eine Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis). Dieses schwillt an, rötet sich und blutet manchmal bei Berührungen. Wenn dieser Entzündungsprozess auf das Zahnbett übergreift, dann spricht man von Parodontitis.

Was sind die Folgen einer Parodontitis?

Wenn sich in Folge dieser Entzündung das Zahnfleisch zurückweicht oder sich vom Zahn löst, bilden sich Zahnfleischlappen, häufig auch ”Zahnfleischtaschen” genannt. Sie bieten den Krankheitserregern einen noch besseren Schutz vor der täglichen Reinigung durch die Zahnbürste und liefern Zahnwurzel, Zahnhaltegewebe und sogar den Kieferknochen den Erregern aus. Parodontose führt erzeugt zusätzliches Karies im schlimmsten Fall zu starken Zahnschmerzen und sogar zum Zahnverlust. Oftmals muss dann auch der zahnärztliche Notdienst von Halle aufgesucht werden.

Wie kann man eine Parodontitis wirksam behandeln?

Nach der Vorreinigung der Zahnfleischtaschen (PZR) durch eine Prophylaxe-Schwester ist das Hauptziel der Parodontitis-Behandlung, den so genannten Biofilm, der die Parodontitis-Bakterien enthält, zu entfernen. Dies geschieht durch eine Wurzelglättung. Bei dieser „Tiefenreinigung“ arbeiten Zahnarzt und Mundhygieniker unter dem Zahnfleisch. Mit kleinen Instrumenten werden die Wurzeln gereinigt, geglättet und poliert. Dadurch wird eine glatte Oberfläche geschaffen, an der sich Belege schlechter anheften können.

Hier die Ursachen, Entstehung sowie Behandlung von einer Parodontitis als Video erklärt bekommen: