Hohe Kosten beim Zahnarzt durch eine gute Zahnzusatzversicherung sparen

Wenn manchmal nicht nur der Bohrer schmerzt…

Spätestens nach der ersten größeren Rechnung beim Zahnarzt hat bestimmt schon jeder einmal über eine Zahnzusatzversicherung nachgedacht. Muss doch ein tolles Gefühl sein, einfach einen Termin für eine Behandlung buchen, die beste zahnmedizinische Versorgung wählen und die Kosten sind dann völlig egal. Was soll’s, die Versicherung zahlt ja schon… bitte bohren sie jetzt!

Welche Versicherung ist denn nun die richtige?

 

Doch so einfach ist es leider nicht

Bunte Werbeanzeigen und witzige Werbespots der Versicherer, ein nahezu undurchsichtiger Tarif-Dschungel sowie unzählige zahnmedizinische Fachbegriffe machen hier eine vernünftige Entscheidung nahezu unmöglich.
Was ist denn nun die beste Versicherung für mich? Was darf sie eigentlich kosten und mit welchen Leistungen kann ich rechnen?
Wir klären Sie auf. Geben Ihnen Schritt für Schritt eine Anleitung, wie Sie die richtige Entscheidung treffen. Außerdem informieren wir, welchen Versprechungen man trauen kann und wovon man lieber die Hände lassen sollte. Dabei werten wir die neueste Studie einer namhaften Rating-Agenturen aus und geben Ihnen konkrete Empfehlungen.

 

Zahnzusatzversicherungen liegen voll im Trend

Für die Versicherungsbranche sind Zahnzusatzversicherungen ein riesiges Geschäft. Allein zwischen den Jahren 2005 und 2015 hat sich die Zahl der abgeschlossenen Verträge auf nahezu 15 Millionen verdoppelt. Tendenz steil steigend. Logisch, dass hier jeder ein möglichst großes Stückchen vom Kuchen abhaben möchte. Doch bedenken Sie hierbei: Ein Versicherungskonzern ist keine soziale Einrichtung. Sein Ziel ist nicht Ihre Zahngesundheit, sondern die Rendite aus Ihrem Vertrag. Trotzdem macht für viele Patienten eine Zusatzversicherung Sinn. Das soll hier ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlichen.

Mal fix durchgerechnet. Macht eine Zahnzusatzversicherung wirklich Sinn?

 

Keine Milchmädchenrechnung

Ihnen fehlt ein Zahn und Sie möchten diesen mit einem Implantat ersetzen. Je nach Anbieter müssen Sie mit Kosten in Höhe von 2.000 bis 2.500 Euro rechnen. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt Ihnen hierfür einen Betrag zwischen 330,00 bis 430,00 Euro dazu. Es bleibt somit eine maximale Restsumme in Höhe von 2.170,00 Euro stehen, die Sie privat entrichten müssen. Nimmt man nur den durchschnittlichen Monatsbeitrag einer soliden Zahnzusatzversicherung von ca. 27,50 Euro, dann ist dieser Betrag von Ihnen erst nach knapp 79 Monaten – also in mehr als sechs Jahren (!) – mit ihrem monatlichen Versicherungsbeitrag wieder ausgeglichen. Doch was ist, wenn mehr als nur ein Zahn fehlt? Dann wird es ohne Zusatzversicherung richtig teuer. Es macht also durchaus Sinn, über eine Zahnzusatzversicherung nachzudenken…

Was für einen Zahnersatz brauche ich eigentlich?

 

Schritt 1: Was für ein Versicherungstyp bin ich?

In der Zahnmedizin wird deutlich zwischen einer durchaus ausreichenden Kassenversorgung und einer hochwertig funktionalen sowie ästhetischen anspruchsvollen Privatleistung unterschieden. Fehlen Ihnen mehr als 4 Zähne pro Kiefer und es schockt Sie nicht die Vorstellung, später mal einen herausnehmbaren Zahnersatz zu tragen, dann brauchen Sie entweder gar keine Zusatzversicherung oder nur eine ganz einfache. Diese erstattet Ihnen den Anteil zurück, den Ihnen auch die gesetzliche Krankenkasse zahlt.
Solch eine „Festzuschuss-Versicherung“ gibt es oftmals schon unter einem monatlichen Beitrag von 10,00 Euro und mit einem gut gefüllten Bonusheft beläuft sich dann Ihre Zuzahlung auf nahezu null Euro.

Würde diese Patientin herausnehmbaren Zahnersatz bevorzugen?

 

Doch die wenigsten Patienten geben sich mit einer herkömmlichen Kassenleistung zufrieden. Die Auswahl zu haben und sich ein bisschen wie in der First Class, oder wenigstens wie in der Business Class, beim Zahnarzt zu fühlen, ist oftmals der Grund, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Wer will schon gern monatlich dazubezahlen und am Ende hat man dann doch nur das „Kassengestell“ im Mund?

Bei der Suche im Internet kann man schon mal schnell die Übersicht verlieren

 

Schritt 2: Wie finde ich am besten meine Zahnzusatzversicherung?

Mögen Sie eher eine persönliche Beratung durch einen zertifizierten Versicherungsmakler, dann wählen Sie eine Agentur, die nicht exklusiv nur einen großen Konzern vertritt, sondern Angebote von verschiedenen Versicherungen einholt.
Surfen Sie dagegen bevorzugt im Internet und machen sich gerne selbst ein Bild, dann kann es schon nach den ersten Klicks etwas undurchsichtig werden: Welchem Vergleich kann ich nun wirklich vertrauen und wie aktuell ist das alles?
Da Versicherungen gerne ihre Preise und Leistungen stetig anpassen, möchten wir Ihnen die jüngste Studie kurz vorstellen. Die Ratingagentur Franke und Bornberg aus Hannover hat 276 Tarife zur Zahnbehandlung und 347 zum Zahnersatz verglichen und 22 davon mit „sehr gut“ (FF+) und/oder „hervorragend“ (FFF) bewertet. Unter dem nachfolgenden Link, können Sie hier die aktuelle Übersicht einsehen.

Ihr Zahnarzt berät sie gern

 

Schritt 3: Wer ist wirklich kompetent bei der Wahl meiner Zusatzversicherung?

Sie sind weder ein Zahnarzt, noch haben Sie eine Versicherungsvertriebslehre abgeschlossen. Auch Ihr Makler des Vertrauens ist kein Zahnarzt und das Internet schon gar nicht. Also, fragen Sie Ihren Zahnarzt!
Er kennt Ihren Befund und kann am besten einschätzen, welchen Zahnersatz Sie in Zukunft aus unserem Meisterlabor vielleicht benötigen.
„Bevor ein Patient eine Zusatzversicherung abschließt, besteht bei uns in der Praxis die Möglichkeit, diese vorab prüfen zu lassen. Das gehört zu unserem Service.“, berichtet Zahnarzt Roger Barz.

Fragen Sie einfach Ihren Zahnarzt! Wen denn sonst?

 

„Wir analysieren dabei genau den Zustandes des Gebisses und klären den Patienten auf, welche Versorgung vielleicht später mal anstehen könnte. Gleichzeitig wird von unserer Praxismanagerin der Leistungskatalog des Vertrages, die Karenzzeiten für eine Versorgung und die Höhe der Bezuschussung, bezogen auf den monatlichen Beitrag, geprüft. Cindy Mecke und das Team der Praxis Zahngesundheit Halle können hier auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen und wissen oftmals genau, wo sich der Haken im Kleingedruckten versteckt hält. So bleibt unseren Patienten eine spätere Enttäuschung meistens erspart.

Praxismanagerin Cindy Mecke prüft kompetent Ihren Vertrag

 

Aus Erfahrung wissen wir aber auch, dass sich Vertragsbedingungen bei einer bereits  abgeschlossenen Versicherung stetig ändern können. Was vielleicht vor 5 Jahren mal gut war, kann heute schon wieder nachteilig sein. Hier sind wir immer auf dem aktuellen Stand.“, weiß der Inhaber der Praxis Zahngesundheit Halle zu berichten.

Was muß ich dafür eigentlich im Monat zahlen?

 

Schritt 4: Wieviel muss ich für eine gute Zahnzusatzversicherung zahlen?

Das oben genannte Rechenbeispiel macht es deutlich. Guter Zahnersatz ist teuer. Damit dieser auch möglichst komplett von Ihrer Zahnzusatzversicherung übernommen wird, müssen Sie schon mit einem monatlichen Betrag in Höhe von 25,00 bis 30,00 Euro rechnen. Wollen Sie einen absoluten Top-Schutz, dann darf es schon mal 40,00 und mehr Euro kosten. Aber dann sind Sie schon wirklich in der First Class.
Verzichten Sie bei der Wahl Ihrer Leistungen auf die Übernahme der Kosten für eine Professionelle Zahnreinigung (PZR). Hier geben bereits seit jüngster Zeit auch viele gesetzliche Krankenkassen einen ordentlichen Bonus dazu, so dass Ihr Augenmerk bei Vertragsabschluss mehr auf die Absicherung von hochwertigem Zahnersatz liegen sollte. Denn dieser hat sich in den letzten Jahren merklich verteuert.

Entspannt beraten lassen mit der richtigen Versicherung.

 

Schritt 5: Eine Warnung – wovon Sie eher die Hände lassen sollten!

Niemand würde im Alltag auf die Idee kommen, nachdem er mit seinem Auto vor einen Baum gefahren ist, danach eine Versicherung abzuschließen und dann inständig hoffen, dass diese Versicherung die Kosten für den Unfall großzügig übernimmt? Warum also sollte das so bei einer Zahnzusatzversicherung sein?
Auch, wenn das alles ziemlich verlockend klingt, es gibt hier kein Rundum-Sorglos-Paket!

Das Rundum-Sorglos-Paket gibt es nur mit der richtigen Versicherung

 

Lassen Sie die Hände von diversen Anbietern, die Ihnen vollmundig versprechen, die Kosten für das Schließen einer bereits vor Vertragsabschluss bestehende Zahnlücke übernehmen zu wollen. Natürlich wird man Ihnen den Zahn ersetzen, aber dann nur mit einem Betrag in Höhe des Zuschusses der gesetzlichen Krankenkasse. Dieser ist in den ersten Jahren meistens sogar auf einen minimalen Betrag begrenzt. Und all das zahlen sie zukünftig mit einem hohen monatlichen Beitrag. Ein schlechter Deal!

Dieser Mann bekennt sich gern zu seinen Lücken

 

Ein kleiner Tipp zum Schluss

Verzichten Sie auf Versicherungen, die Ihnen Leistungen für bevorstehende zahnärztliche Behandlungen versprechen. Zahlen Sie diese vorerst aus eigener Tasche. Versäumen Sie es aber dabei nicht, danach entsprechend eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Ist die Lücke erstmal wieder geschlossen, können Sie auch später mit einer finanziellen Leistung Ihrer Zahnzusatzversicherung rechnen. Somit brauchen Sie auch künftig keinen Mut zur Lücke haben.

Fotos: Matthias Vogel, Roger Barz & Fotolia (ellisia)